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Beiladung

Was ist Beiladung?

Von Beiladung spricht man, wenn eine Sendung auf einem Fahrzeug mitfährt, das ohnehin unterwegs ist und noch Laderaum frei hat. Bezahlt wird nur der belegte Platz, nicht das ganze Fahrzeug. Möglich ist das, wenn die Ware sich mit der übrigen Ladung verträgt und der Termin etwas Spielraum lässt.

Warum Lademeter den Preis bestimmen und nicht die Zeit

Beiladung ist der wirtschaftliche Kern der Teilladung: Ein LKW, der eine Strecke ohnehin fährt, verteilt seine Kosten auf mehrere Aufträge. Deshalb liegt der Preis unter dem einer exklusiven Fahrt – bezahlt werden nicht Zeit und Fahrzeug, sondern Lademeter.

Bezahlt wird dieser Vorteil mit Flexibilität. Abhol- und Zustellzeit richten sich nach der Tour, nicht umgekehrt; wer ein enges Zeitfenster braucht, schließt die Mitnahme aus und bucht die teurere Direktfahrt. Der häufigste Fehler im Auftrag ist deshalb nicht der Preis, sondern ein Fixtermin, der zur gewählten Transportart nicht passt.

Zwei Paletten Ersatzteile, die eine Woche Zeit haben

Ein Maschinenbauer schickt zwei Paletten Ersatzteile von Nordrhein-Westfalen nach Oberösterreich. Die Teile gehen ins Lager, gebraucht werden sie in der übernächsten Woche. Sie fahren mit, sobald ein passender Auftrag auf dieser Achse zustande kommt – zwei Tage später als bei einer eigenen Fahrt, zu einem deutlich niedrigeren Preis.

Dieselben zwei Paletten mit Stillstandsdruck in der Montage sehen anders aus: Dann zählt die Stunde, und der Laderaum muss allein diesem Auftrag gehören.

Beiladung, Teilladung und Komplettladung

Die Teilladung ist die buchbare Leistung, die Beiladung das Prinzip dahinter – gemeint ist dieselbe Fahrt, einmal aus Sicht des Auftrags, einmal aus Sicht des Laderaums. Die Komplettladung schließt jede Mitnahme aus, weil ein Auftrag das Fahrzeug allein belegt; die Direktfahrt tut dasselbe und fährt zusätzlich ohne Umweg. Stückgut und Sammelgut arbeiten beide mit Umschlag über Umschlaglager, wo die Ware von einem Fahrzeug aufs nächste wechselt – das bietet zipmend nicht an, hier bleibt sie vom Beladen bis zum Abladen an ihrem Platz. Leerfahrt und Rückfracht beschreiben, warum es freien Laderaum überhaupt gibt.

Häufige Fragen zum Thema Beiladung

Was ist der Unterschied zwischen Beiladung und Teilladung?

Teilladung ist der Name der Leistung, die man bucht: eine Fracht, die weniger als den ganzen LKW beansprucht. Beiladung beschreibt, wie das funktioniert – die Fracht kommt zu anderer Fracht auf ein Fahrzeug, das die Strecke ohnehin fährt. Dasselbe Geschäft, zwei Blickwinkel.

Welche Sendungen eignen sich nicht für eine Beiladung?

Alles, was sich mit fremder Fracht nicht verträgt oder keinen Termin verschieben kann: Gefahrgut mit Zusammenladeverbot, sperrige oder nicht stapelbare Teile, sehr empfindliche Güter und Aufträge mit festem Zeitfenster. Auch besonders wertvolle Ware wird häufiger exklusiv gefahren. Den Ausschlag gibt die Kombinierbarkeit mit dem Rest der Ladung, nicht die Größe der Sendung.

Warum ist eine Beiladung günstiger als eine Direktfahrt?

Weil sich mehrere Auftraggeber die Fixkosten einer Fahrt teilen – Fahrzeug, Fahrer, Diesel und Maut fallen ohnehin an. Wer exklusiv fährt, trägt sie allein und bekommt dafür die volle Kontrolle über Route und Uhrzeit. Der Preisunterschied ist also bezahlte Verfügungsgewalt. Je besser ein Fahrzeug ausgelastet ist, desto kleiner der Anteil, der auf den einzelnen Auftrag entfällt.

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