Ein Frigotransport ist die Beförderung temperaturgeführter Ware, bei der ein vorher festgelegter Temperaturbereich von der Übernahme bis zur Ablieferung eingehalten werden muss. Der Begriff ist gleichbedeutend mit Kühltransport und bezeichnet die gesamte Transportleistung – nicht nur das Fahrzeug, das dabei eingesetzt wird.
Die Kühlkette reißt selten unterwegs, sondern oft schon an der Rampe. Trockensortimente oder Konserven brauchen keine Kühlkette, sie reisen im normalen Lebensmitteltransport per LKW. Zu einem Frigotransport dagegen gehören Vorkühlung der Ware, Temperaturführung während der Fahrt, Aufzeichnung der Werte und eine zügige Übergabe. Für die Vorkühlung trägt bis zur Übernahme der Versender die Verantwortung – genau an dieser Stelle reißt die Kette am häufigsten.
Für die Anfrage zählt die Zahl, nicht das Etikett: Ohne Sollbereich und zulässige Abweichung lässt sich weder das passende Fahrzeug einplanen noch ein belastbarer Preis kalkulieren.
Ein Feinkosthersteller lässt Frischkäse für den Großhandel abholen. Das Kühlfahrzeug steht pünktlich an der Rampe, die Paletten haben aber eine Stunde in der ungekühlten Versandhalle gewartet. Beim Wareneingang liegt die gemessene Kerntemperatur über dem Sollwert, der Großhändler verweigert die Annahme. Der Fehler lag nicht in der Fahrt, sondern davor – auf der Seite des Versenders.
Drei Begriffe gehen hier oft durcheinander. Der Frigotransport ist die Leistung – er beschreibt, was erbracht wird. Das Kühlfahrzeug, auch Frigofahrzeug genannt, ist das Mittel dafür, Kühlgut die Ware, um die es geht. Vom ADR-Transport unterscheidet er sich in der Art der Sonderanforderung: dort Sicherheitsvorschriften für gefährliche Stoffe, hier ein einzuhaltender Temperaturbereich. zipmend selbst bietet keine Frigotransporte an und befördert nur Güter ohne Temperaturvorgabe.