zipmend Express - Kurierdienst und Spedition
TÜV Süd
zipmend Mitarbeiterin am Telefon beim Kundensupport
Mo-Fr 7-20 Uhr:
zipmend Mitarbeiterin am Telefon beim Kundensupport

Innenlader

Was ist ein Innenlader?

Ein Innenlader ist ein Sattelauflieger, der seine Ladung nicht auf einer Ladefläche trägt, sondern stehend zwischen den Rädern in einem abgesenkten Mittelraum führt. Möglich macht das eine Einzelradaufhängung ohne durchgehende Achsen. Gebräuchlich ist auch die Bezeichnung Inloader. Die Bauform entstand für Güter, die aufrecht stehen müssen und für eine normale Ladefläche zu hoch sind.

Das Maßproblem: Fahrzeughöhe plus Ladung

Dahinter steckt ein Maßproblem, das sich bei jedem Maschinentransport über Standardmaß ebenso stellt: Wer eine drei Meter hohe Scheibe auf eine reguläre Ladefläche stellt, überschreitet mit Fahrzeughöhe plus Ladung das zulässige Gesamtmaß. Im Innenlader beginnt der Ladeboden dicht über der Fahrbahn, und der Auflieger lässt sich hydraulisch absenken. Die Ware wird seitlich aufgenommen und gegen A-Gestelle gesichert – ein Kran ist nicht nötig.

Dafür fällt weg, was ein geschlossener Aufbau leistet: Für gewöhnlichen Palettenverkehr taugt die Bauform nicht, die nutzbare Breite ist schmal, und liegend transportierbare Ware fährt auf einem Standardauflieger günstiger. Disponiert wird ein Innenlader eigens; entscheidend ist die Ladehöhe, die in die Anfrage gehört.

Isolierglas auf A-Gestellen für eine Fassadensanierung

Ein Glaswerk beliefert eine Fassadensanierung mit Isolierglaseinheiten. Die Scheiben stehen auf A-Gestellen, messen über zweieinhalb Meter und dürfen nicht flach liegen, weil sich sonst der Randverbund verzieht. Im Innenlader stehen sie wie im Werk, werden seitlich eingesetzt und kommen ohne Umladen an der Baustelle an. Betonfertigteile laufen nach demselben Muster: Wandelemente und Treppenläufe werden stehend befördert, weil sie liegend brechen würden.

Innenlader, Flat und Tieflader

Ein Flat ist kein Fahrzeug, sondern der Ladungsträger: eine Betonpalette, die den Boden des offenen Innenladers bildet und auf der Fertigteile schon im Werk lagern. Unbeladen lassen sich Flats stapeln.

Der Tieflader löst dasselbe Problem andersherum: Er senkt die Ladefläche ab, der Innenlader setzt die Ware daneben. Flatliner ist keine Gattungsbezeichnung, sondern eine Baureihe des Herstellers Langendorf; die doppelstöckige Variante heißt dort Flexliner. Oberbegriff für beide Bauarten ist der Auflieger. Wo das nicht reicht, übernehmen Schwertransport und Kranverladung – dann wird gehoben statt seitlich eingesetzt. Spezialauflieger dieser Art gehören nicht zum Standardangebot von zipmend; solche Transporte laufen auf Anfrage.

Häufige Fragen zum Thema Innenlader

Wofür wird ein Innenlader eingesetzt?

Vor allem für hohe, stehend zu befördernde Güter: Flachglas auf A-Gestellen, Betonfertigteile wie Wandelemente und Treppenläufe, große Bauteile aus Beton oder Stahl. Gemeinsam ist ihnen, dass sie liegend Schaden nehmen und auf einer normalen Ladefläche das zulässige Gesamtmaß überschreiten würden.

Innenlader oder Tieflader – worin unterscheiden sie sich?

Beide schaffen Höhe, aber auf verschiedenen Wegen. Der Tieflader hat eine durchgehende, tief liegende Ladefläche, auf der die Ladung steht. Beim Innenlader gibt es in der Mitte gar keine Fläche: Die Ware hängt oder steht zwischen den Rädern. Dadurch kommt sie noch näher an die Fahrbahn.

Was ist ein Flat?

So heißt die Betonpalette, auf der Fertigteile gelagert und befördert werden. Im nach oben offenen Innenlader bildet sie zugleich den Boden. Das Bauteil kann nach der Fertigung direkt darauf abgestellt bleiben, statt für den Transport erneut umgesetzt zu werden. Leere Exemplare werden gestapelt.
Hilfe & Tools von zipmend Express

Verwandte Themen

© All rights reserved
cross