Ein Fixtermin ist ein fest vereinbarter Zeitpunkt für die Abholung oder Zustellung einer Sendung, bestimmt auf die Uhrzeit genau. Anders als ein Zeitfenster beschreibt er keine Spanne, sondern einen Punkt – und anders als ein bloßer Wunschtermin ist er verbindlich zugesagt. Er legt fest, wann abgeholt oder zugestellt wird, nicht wie schnell.
Gebraucht wird ein Fixtermin dort, wo am Ziel ein fester Ablauf wartet: ein Montagetermin, ein Messeaufbau, eine Werksanlieferung mit gebuchtem Slot. Eine Fixtermin-Spedition richtet den gesamten Transport auf diesen Moment aus. Das hat einen Preis, der nicht an der Entfernung hängt: Das Fahrzeug ist an eine feste Uhrzeit gebunden, Beiladungen scheiden meist aus, Puffer für Stau und Ladezeiten fließen in die Planung ein. Auch eine kurze Strecke kostet mit Fixtermin deshalb mehr als ohne.
Bei zipmend ist eine Zusage auf die Uhrzeit auf Anfrage möglich – der Standard ist sie nicht.
Ein Hersteller von Industriearmaturen stellt auf einer Fachmesse aus. Die Messegesellschaft vergibt für die Anlieferung einen Hallenslot: Mittwoch, 8 Uhr, danach ist die Zufahrt für die Aufbauteams anderer Stände reserviert. Kommt das Exponat um 7 Uhr, wartet das Fahrzeug vor der Einfahrt; kommt es um 10 Uhr, muss der Stand ohne Exponat aufgebaut oder der Slot neu verhandelt werden. Der Hersteller bucht deshalb nicht den schnellsten Transport, sondern einen Fixtermin: Abholung am Vortag, Anlieferung auf 8 Uhr disponiert.
Der Kern der Abgrenzung heißt pünktlich statt schnell. Ein dringender Transport soll so früh wie möglich ankommen; ein Fixtermin kann auch zwei Wochen in der Zukunft liegen und verlangt nur, dass die Ankunft exakt stimmt. Zustellzeitfenster und Abholzeitfenster geben eine Spanne von einigen Stunden vor, der Fixtermin einen einzelnen Zeitpunkt. Die Lieferfrist ist ein Zeitraum, der erst durch Vereinbarung bindet, der Liefertermin ein Tag ohne Uhrzeit. Zeitfenstermanagement schließlich bezeichnet die Vergabe von Slots an der Rampe des Empfängers – eine häufige Quelle von Fixterminen.
Ein Zeitfenster lässt dem Transport Spielraum, etwa eine Zustellung zwischen 9 und 12 Uhr. Beim Fixtermin fällt dieser Spielraum weg: Vereinbart ist eine bestimmte Uhrzeit. Das macht ihn genauer, aber auch aufwendiger, weil Anfahrt, mögliche Wartezeit und Reserven vollständig auf diesen einen Moment hin geplant werden müssen.
Weil er Kapazität bindet. Das Fahrzeug startet nicht dann, wenn es am günstigsten wäre, sondern so, dass es zur vereinbarten Uhrzeit vor Ort ist – notfalls mit Wartezeit. Zusätzliche Sendungen lassen sich dabei kaum mitnehmen, und Reserven für Stau oder Verzögerungen an der Ladestelle müssen eingeplant werden. Die Entfernung spielt für den Aufschlag deshalb nur eine Nebenrolle.
Frachtrechtlich wird eine verspätete Ankunft in der Regel als Überschreitung der vereinbarten Lieferfrist behandelt. Welche Ansprüche daraus folgen, hängt vom Vertrag und vom anwendbaren Recht ab; die gesetzliche Haftung für Verspätungsschäden ist in ihrer Höhe gedeckelt – mehr dazu unter Lieferfrist und CMR-Haftung. Die Verspätung sollte nach der Ablieferung zügig und nachweisbar gemeldet werden.