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Produktionslogistik

Was bedeutet Produktionslogistik?

Produktionslogistik ist die Planung, Steuerung und Kontrolle der innerbetrieblichen Transport-, Umschlag- und Lagerprozesse. Sie beginnt, wo das Material den Wareneingang verlässt, und endet, wo das fertige Erzeugnis an den Versand übergeht – die Phase zwischen Beschaffungs- und Distributionslogistik. Ihr Gegenstand ist der Materialfluss im Werk.

Wo sie im Werk endet und der Transport einsetzt

Im Werk entscheidet sie, ob das richtige Teil rechtzeitig am Band steht. Bestände bleiben klein, Anlieferungen eng getaktet – das senkt gebundenes Kapital und macht die Fertigung empfindlich.

An der Werksgrenze bricht sie auf: Fehlt ein Teil, greift die interne Steuerung ins Leere, und aus einer innerbetrieblichen Aufgabe wird ein externer Auftrag. Solche Sonderfahrten fährt zipmend kurzfristig und direkt, ohne dass die Ware unterwegs umgeladen wird – damit lässt sich die Lücke überbrücken, bis die reguläre Versorgung greift.

Gesperrte Charge Dichtungen, kein Ersatz im Haus

In einem Zulieferwerk für Türmodule versorgt eine Kanban-Schleife die Vormontage aus einem Zwischenlager. Ein Qualitätsbefund sperrt eine ganze Charge Dichtungen, im Haus liegt kein Ersatz. Die Produktionslogistik kann den Fehlbestand nicht mehr ausgleichen, nur noch melden, wie lange die Linie durchhält. Den Rest löst eine Sonderfahrt vom Lieferanten, direkt an die Rampe der Vormontage.

Produktionslogistik, Beschaffung und Just in Time

Die Logistik ist der Oberbegriff: Die Beschaffung bringt Material ins Werk, die Produktionslogistik bewegt es darin, die Distribution zum Kunden. Just in Time ist keine Nachbardisziplin, sondern eine Methode innerhalb dieser Phase: Die Anlieferung folgt dem Takt der Fertigung, nicht dem Lagerbestand. Just in Sequence schärft das noch, indem es auch die Verbaufolge vorgibt. Die Sonderfahrt steht außerhalb: Sie springt ein, wenn die Versorgung reißt. Ein Logistikdienstleister kann Teile der Aufgabe übernehmen, ein reiner Transportdienstleister nicht.

Häufige Fragen zum Thema Produktionslogistik

Was gehört zur Produktionslogistik?

Alles, was Material innerhalb des Werks bewegt, bereitstellt und zwischenlagert: die Versorgung der Arbeitsplätze, der Transport zwischen Fertigungsstufen, Puffer und Zwischenläger, die Rückführung von Leergut sowie die Steuerungsdaten dazu. Nicht dazu zählen der Einkauf beim Lieferanten und der Versand an den Kunden – die gehören in die Nachbarphasen.

Wo endet die Produktionslogistik?

An der Stelle, an der das fertige Erzeugnis den Fertigungsbereich verlässt und in den Versand übergeht. Ab dort spricht man von Distributionslogistik. In der Praxis liegt die Grenze meist am Fertigwarenlager; wo genau sie gezogen wird, regelt jeder Betrieb für sich, weil die Zuständigkeiten daran hängen.

Wann wird aus Produktionslogistik ein Transportauftrag?

Sobald das fehlende Teil nicht mehr im Haus zu beschaffen ist. Dann kann die interne Steuerung nur noch den Bedarf melden, und die Lücke wird von außen geschlossen – in der Regel durch eine Sonderfahrt vom Lieferanten oder aus einem anderen Werk. Der Vorgang verlässt damit den Betrieb.
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