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Schiebeplanenaufbau

Was ist ein Schiebeplanenaufbau?

Ein Schiebeplanenaufbau ist ein Fahrzeugaufbau, bei dem sich die Seitenplanen zur Seite und das Verdeck nach hinten schieben lassen. Die Ware kann damit seitlich, über das Heck und von oben geladen werden. Geläufig ist auch die Bezeichnung Edscha-Aufbau, nach dem Hersteller, dessen Name im Sprachgebrauch für das Schiebeverdeck steht.

Beladung von oben heißt: mit dem Kran

Beladung von oben heißt: mit dem Kran. Maschinen, Stahlträger oder Fertigbauteile sind oft sperrig, schwer oder nicht rollbar. Sie lassen sich weder durch eine Hecktür schieben noch sicher mit dem Stapler greifen, sondern werden eingehoben – beim Maschinentransport der Regelfall. Ein Kofferaufbau schließt das aus, beim Schiebeplanenaufbau ist es Standard. Für die Kalkulation zählt deshalb vor allem eine Angabe: ob an Lade- oder Entladestelle per Kran gearbeitet wird.

Die Ladestelle muss mitspielen. Nötig sind ein Kran mit passender Reichweite und Traglast, Freifläche neben dem Fahrzeug und bei Verladung in der Halle genug Höhe für Haken und Last über der Bordwand.

Fräseinheit mit vier Tonnen, ohne Staplertaschen

Ein Sondermaschinenbauer liefert eine vier Tonnen schwere Fräseinheit an einen Automobilzulieferer. Die Einheit hat keine Staplertaschen und wird im Werk mit dem Hallenkran direkt auf die Ladefläche gesetzt, das Verdeck ist dafür zurückgefahren. Beim Empfänger läuft derselbe Vorgang in umgekehrter Richtung. Mit einem Kofferaufbau wäre der Auftrag so nicht machbar gewesen, mit einem Tautliner nur mit zusätzlichem Gerät zum seitlichen Einschieben.

Vier Stufen der Zugänglichkeit

Nach Zugänglichkeit geordnet, ergeben sich vier Stufen. Der Kofferaufbau ist geschlossen und öffnet nur am Heck. Der Tautliner öffnet an der Seite und am Heck, sein Dach bleibt fest – das ist der wichtigste Unterschied. Der Schiebeplanenaufbau gibt zusätzlich die Oberseite frei, die Pritsche ist ganz offen. Mit jeder Stufe wächst der Zugang und sinkt der Schutz: Jede bewegliche Plane ist eine Schwachstelle bei Dichtigkeit und Diebstahl. Ladung hält sie nicht, die Ladungssicherung leisten Gurte und Rungen. Verbaut wird der Aufbau auf Motorwagen wie auf Aufliegern; die Kranverladung ist ein eigener Arbeitsschritt.

Häufige Fragen zum Thema Schiebeplanenaufbau

Wie wird ein Schiebeverdeck geöffnet?

Das Dach des Schiebeplanenaufbaus besteht aus einer Plane auf Querspriegeln, die in Schienen an den oberen Längsträgern laufen. Zum Öffnen wird das Verdeck nach hinten geschoben und faltet sich dabei wie eine Ziehharmonika zusammen. Bei gängigen Systemen geschieht das vom Boden aus, ohne dass jemand aufs Dach steigen muss. Das dauert wenige Minuten.

Wann ist eine Beladung von oben nötig?

Immer dann, wenn sich die Ware nur per Kran bewegen lässt: Maschinen ohne Staplertaschen, lange Stahlträger oder Betonfertigteile. Ebenso, wenn an Lade- oder Entladestelle zwar ein Kran, aber kein Stapler bereitsteht. Wichtig ist, dass die Verhältnisse an beiden Stellen feststehen, bevor der Aufbau gewählt wird – nachträglich lässt sich das Fahrzeug nicht umrüsten.

Ist „Edscha“ dasselbe wie ein Schiebeplanenaufbau?

Im Sprachgebrauch ja. Edscha ist ein Hersteller aus Remscheid, 1870 von Eduard Scharwächter gegründet, dessen Initialen den Firmennamen bilden. 1969 meldete das Unternehmen das erste Patent für ein LKW-Schiebeverdeck an. Seitdem steht „Edscha“ für diese Bauart, so wie Tempo für Taschentücher. Der neutrale Fachbegriff ist Schiebeplanenaufbau.

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