zipmend Express - Kurierdienst und Spedition
TÜV Süd
zipmend Mitarbeiterin am Telefon beim Kundensupport
Mo-Fr 7-20 Uhr:
zipmend Mitarbeiterin am Telefon beim Kundensupport

Tourenplanung

Was ist Tourenplanung?

Tourenplanung legt fest, welches Fahrzeug welche Transportaufträge übernimmt und in welcher Reihenfolge es sie abarbeitet. Dabei zählen Zeitfenster der Kunden, Ladekapazität der Fahrzeuge und die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten. Das Ergebnis ist eine Tour: eine Folge von Lade- und Entladestellen für genau ein Fahrzeug und einen Einsatz.

Vier Ziele, die sich nicht zugleich erreichen lassen

Tourenplanung ist immer ein Kompromiss. Wer einen Speditionstransport disponiert, wägt vier Ziele gegeneinander ab: eine möglichst kurze Gesamtstrecke, eingehaltene Zeitfenster, voll ausgelastete Fahrzeuge und die Einhaltung der Lenkzeiten. Maximieren lassen sich nicht alle vier zugleich.

Für die Kalkulation heißt das: Wer ein enges Zeitfenster oder einen Fixtermin verlangt, verschiebt den Kompromiss zu seinen Gunsten. Die Tour wird um diesen Termin herum gebaut – mit Umwegen oder freiem Laderaum. Deshalb kostet ein fester Termin mehr als eine Zustellung im Tagesverlauf. Umgekehrt gilt: Im LKW-Bereich von zipmend kann mehr Vorlauf den Preis senken, weil sich der Auftrag dann besser in eine Tour einbinden lässt.

Zulieferer mit Anlieferfenster von sieben bis acht Uhr

Ein Kunststoffteile-Zulieferer beliefert morgens mit drei LKW rund zwanzig Empfänger in der Region, darunter ein Automobilwerk. Das Werk nimmt nur zwischen sieben und acht Uhr an, weil die Teile direkt in die Montage laufen. Es liegt am äußeren Rand des Liefergebiets. Die Disposition muss ein Fahrzeug zuerst dorthin schicken und die Tour vom Rand zurück aufbauen. Die übrigen Stopps rücken nach hinten, das Fahrzeug fährt spürbar mehr Kilometer. Ein einziges Anlieferfenster verändert so die Tour für alle anderen Empfänger auf diesem Fahrzeug.

Tourenplanung, Routenplanung, Disposition und Milkrun

Die Routenplanung beantwortet eine engere Frage: welchen Weg das Fahrzeug von einem Stopp zum nächsten fährt. Die Tour legt Zuordnung und Reihenfolge fest, die Route nur die Strecke dazwischen – sie ist ein Teilproblem der Tour. Beide gehören zur Disposition, dem Oberbegriff für die gesamte Auftragssteuerung. Ein Milkrun ist eine wiederkehrende Tour mit festen Stopps und Zeiten, meist zur Versorgung einer Produktion. Die Telematik liefert Fahrzeugdaten, mit denen sich eine laufende Tour anpassen lässt. Die Direktfahrt ist der Fall ganz ohne Tour.

Häufige Fragen zum Thema Tourenplanung

Was ist der Unterschied zwischen Tourenplanung und Routenplanung?

Die Tourenplanung entscheidet, welche Aufträge auf welches Fahrzeug kommen und in welcher Reihenfolge sie angefahren werden. Die Routenplanung setzt danach an und berechnet für jeden Abschnitt zwischen zwei Stopps den Fahrweg. Wer eine Tour plant, plant damit immer auch Routen – umgekehrt gilt das nicht.

Warum kostet ein enges Zeitfenster mehr?

Weil es die Freiheit der Tourenplanung einschränkt. Ohne Termin kann ein Auftrag dort in die Tour rutschen, wo er am wenigsten Umweg verursacht. Mit engem Zeitfenster bestimmt der Termin die Position – oft mit zusätzlichen Kilometern, Wartezeit vor Ort oder einem Fahrzeug, das nicht voll beladen losfährt. Diese Mehrkosten fließen in den Preis ein.

Hat eine Direktfahrt eine Tourenplanung?

Nein. Bei einer Direktfahrt bringt ein Fahrzeug genau einen Auftrag von der Abholadresse zur Zustelladresse, ohne Umladung. Eine Zuordnungsfrage stellt sich nicht, geplant wird nur die Route. Das macht die Direktfahrt schneller als einen Platz in einer Tour, aber auch teurer, weil kein anderer Auftrag die Fahrzeugkosten mitträgt. Der Express-Bereich von zipmend arbeitet mit Direktfahrten.
Hilfe & Tools von zipmend Express

Verwandte Themen

© All rights reserved
cross