Die Wechselbrücke ist ein austauschbarer Ladungsträger, der auf ein Trägerfahrzeug oder einen Anhänger aufgesetzt und über vier ausklappbare Stützen ohne Fahrzeug abgestellt werden kann. Genormt heißt sie Wechselbehälter, im Betrieb auch Wechselkoffer, Wechselpritsche oder BDF-Behälter. Ihre Grundmaße sind auf Europaletten ausgelegt.
Die Stützen sind der eigentliche Zweck der Bauform. Weil der Behälter allein stehen bleibt, lassen sich Beladen und Fahren voneinander trennen: Er wird über den Tag oder die Nacht gefüllt, später fährt ein Fahrzeug darunter, hebt an und zieht ab. Weder Fahrzeug noch Fahrer hängen am Verladevorgang, und auf dieser Entkopplung sind die Nachtverkehre im Sammelgutbereich aufgebaut. Das Maß folgt der Europalette, nicht dem Seeverkehr. Die gebräuchlichen Klassen nach EN 284 fassen bei 7,15 Metern siebzehn, bei 7,45 Metern achtzehn und bei 7,82 Metern neunzehn Palettenstellplätze. Wer Volumen anfragt, rechnet hier deshalb in Stellplätzen statt in Kubikmetern.
Ein Elektrogroßhandel beliefert vierzig Filialen aus einem Zentrallager. Tagsüber kommissionieren die Mitarbeiter direkt in abgestellte Wechselbrücken, jeder Behälter gehört zu einer Tour. Abends fahren die Zugfahrzeuge vor, nehmen die fertigen Brücken auf und setzen am Zielort die geleerten wieder ab. Das Lager braucht dafür weder zusätzliche Rampenzeit noch ein Fahrzeug, das während der Kommissionierung gebunden wäre. Fällt eine Tour aus, steht die Ware im verschlossenen Behälter statt im Lagergang.
Gegenüber dem ISO-Container ist die Wechselbrücke leichter gebaut, weder stapelbar noch für den Seeverkehr zugelassen; dafür steht sie auf eigenen Stützen und passt im Grundmaß zur Europalette. Der Auflieger ist kein Behälter, sondern ein Fahrzeugteil und wechselt nur an der Zugmaschine. Die Transportpalette liegt eine Ebene darunter: Sie ist das Lademittel, die Brücke der Träger darum herum. Eingesetzt wird sie dort, wo Ware über Umschlagpunkte läuft, also im Stückgut- und Sammelgutverkehr. Beides bietet zipmend nicht an – jeder Auftrag geht ohne Umladung von der Lade- zur Entladestelle. Relevant bleibt das Maß, an dem sich der Behälter orientiert.
Der Container nach ISO 668 taugt für See, Bahn und Straße, lässt sich stapeln und ist entsprechend schwer gebaut. Die Brücke bleibt am Boden: kein Stapeln, kein Seeverkehr, dafür Stützbeine zum Absetzen und ein Innenmaß, das ohne Verschnitt auf Europaletten passt.
An den Längsseiten sitzen vier klappbare Stützbeine. Sind sie heruntergeklappt, senkt das Trägerfahrzeug seine Luftfederung ab und fährt unter dem Behälter heraus. Das Aufnehmen läuft umgekehrt und dauert wenige Minuten, ohne Kran und ohne zusätzliches Flurförderzeug.
Das hängt von der Klasse ab, nicht von einem festen Wert. Die gängigen Baulängen nach EN 284 nehmen 17, 18 oder 19 Europaletten in einer Lage auf. Wie viel davon nutzbar ist, entscheidet zusätzlich die Stapelfähigkeit der Ware und die zulässige Nutzlast des Trägerfahrzeugs.