Eine Andockstelle ist der Punkt an einer Laderampe, an dem ein Fahrzeug mit dem Heck anschließt, sodass Ladefläche und Rampenkante auf einer Höhe liegen. Von dort aus wird be- oder entladen, meist mit Hubwagen oder Stapler. Große Warenausgänge haben mehrere davon, oft durchnummeriert und einzeln zugeteilt.
Für die Buchung ist die Andockstelle die entscheidende Angabe, nicht ein Detail der Halle: Wo eine vorhanden ist, genügt ein normales Fahrzeug; wo keine ist, löst das ein Transport mit Hebebühne oder ein Stapler vor Ort. Bei zipmend wird das je Adresse abgefragt, bevor der Auftrag entsteht. Der typische Fehler: Der Auftraggeber kennt seinen eigenen Warenausgang, aber nicht den Hof des Empfängers – und erfährt erst vom Fahrer, dass dort nur eine Bordsteinkante wartet.
Ein Hersteller von Laboreinrichtungen liefert Arbeitsplatten und Unterschränke an ein Institutsgebäude in der Innenstadt. Der Auftrag nennt nichts als die Hausnummer. Vor Ort gibt es keinen Hof, die Anlieferung läuft über eine Seitentür mit drei Stufen, und die Platten stehen auf Paletten von über 300 Kilogramm. Ohne Hebebühne bleibt alles auf dem Fahrzeug, der Einbautermin platzt, und die Handwerker verlieren einen Tag.
Im Rampenumfeld drängen sich vier ähnliche Begriffe. Die Rampe ist das Bauwerk, die Andockstelle eine einzelne Position daran – eine Rampe kann mehrere haben. Die Anpassrampe überbrückt die Höhendifferenz, die zwischen Kante und Ladefläche bleibt. Und rampenfähig heißt ein Fahrzeug, dessen Aufbau überhaupt anschließen kann: Ein Transporter gehört nicht dazu, weil seine Ladekante deutlich zu niedrig liegt.