Eine Anpassrampe ist eine bewegliche Brücke an der Laderampe, die den Höhenunterschied zwischen Rampenkante und Ladefläche ausgleicht. Sie lässt sich heben, senken und ausfahren, damit Hubwagen und Stapler ohne Stufe auf das Fahrzeug rollen. Geläufig sind auch die Bezeichnungen Überladebrücke und Ladebrücke.
Gebraucht wird sie, weil kaum ein Fahrzeug exakt auf Rampenhöhe steht: Ladeflächen liegen unterschiedlich hoch, und die Federung sackt ab, sobald Gewicht darauf kommt. Die Brücke gleicht das aus. Fehlt eine Rampe ganz, muss die Technik mitfahren – als Hebebühne am Fahrzeug.
Ihre Grenze ist die Tragfähigkeit, und die wird regelmäßig übersehen: Sie gilt für Flurförderzeug und Last zusammen. Ein Stapler bringt mit seinem Eigengewicht schnell mehr auf die Brücke als das Packstück selbst. Bei schweren Einzelstücken entscheidet sie, nicht die Fahrzeugklasse.
Ein Anlagenbauer verlädt ein Getriebegehäuse von gut 2,5 Tonnen auf einer Sonderpalette. Die Halle hat eine Überladebrücke, ausgelegt auf sechs Tonnen – rechnerisch reichlich. Der werkseigene Stapler wiegt jedoch selbst über vier Tonnen, zusammen liegt die Last über der Grenze. Verladen wird am Ende von der Seite, mit einem Kran über die offene Plane. Ein Anruf vorab hätte den halben Tag gespart.
Gegen die Andockstelle grenzt sie sich über die Funktion ab: Die Andockstelle ist die Position, an der das Fahrzeug steht, die Anpassrampe das bewegliche Stück dazwischen. Die Rampe selbst ist der feste Unterbau. Und die Ladebordwand löst dieselbe Aufgabe von der anderen Seite – sie sitzt am Fahrzeug und arbeitet dort, wo das Gebäude gar nichts anzubieten hat.