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GPS-Tracking

Was ist GPS-Tracking?

GPS-Tracking ist die satellitengestützte Ortung von Fahrzeugen: Ein Empfänger an Bord bestimmt laufend seine Koordinaten und meldet sie an ein System. Sichtbar wird dadurch der Standort des Wagens – nicht der Bearbeitungsstand einer bestimmten Sendung. Dieser Unterschied klingt spitzfindig, entscheidet im Alltag aber darüber, wie belastbar eine Auskunft ist.

Was die Position aussagt und wann sie trügt

Genutzt wird die Position für drei Zwecke: die Einteilung weiterer Aufträge, die Ankunftsprognose am Ziel und den späteren Nachweis, wann ein Wagen wo stand. Aussagekräftig ist sie nur, solange Fahrzeug und Ware dasselbe bedeuten. Bei einer Direktfahrt trifft das zu. Bedient ein Wagen nacheinander mehrere Aufträge, sagt ein Punkt auf der Karte wenig, denn davor können drei Entladungen liegen. Hinzu kommt: Nicht jedes Fahrzeug im Netzwerk liefert laufend Koordinaten, bei beauftragten Transportpartnern hängt das am jeweiligen Partner. Verlässlicher ist deshalb die Statusmeldung zum Auftrag, die unabhängig von der Fahrzeugtechnik gepflegt wird.

40 Kilometer vor dem Werk und trotzdem nicht bald da

Ein Einkäufer verfolgt eine Eilsendung auf der Karte und sieht den Wagen 40 Kilometer vor dem Werk stehen. Er meldet dem Produktionsleiter Ankunft in einer Stunde und lässt die Montage vorbereiten. Tatsächlich liegt eine weitere Entladung dazwischen, die Teile treffen erst am Nachmittag ein. Zwei Leute warten derweil an der Linie. Der Auftragsstatus hätte die Reihenfolge gezeigt, der Kartenpunkt konnte es nicht. Eine Position beantwortet eben nur das Wo, nie das Wann.

GPS-Tracking, Sendungsverfolgung und Telematik

Die Sendungsverfolgung beantwortet eine andere Frage. Sie zeigt den Zustand des Auftrags – angenommen, abgeholt, unterwegs, zugestellt – und hängt an der Ware, nicht am Wagen. Telematik ist der Oberbegriff für die Erfassung von Fahrzeugdaten insgesamt; die Ortung steuert davon nur einen Teil bei, daneben stehen Lenkzeiten, Verbrauch oder Temperaturwerte. Die EDI-Schnittstelle regelt schließlich, wie solche Daten zwischen zwei Systemen übergeben werden. Umgangssprachlich heißt all das „Tracking“ – gemeint ist meistens die Statusverfolgung. Wer im Gespräch mit einem Dienstleister genau sagt, welche der beiden Auskünfte er braucht, spart sich spätere Missverständnisse.

Häufige Fragen zum Thema GPS-Tracking

Was ist der Unterschied zwischen GPS-Tracking und Sendungsverfolgung?

Die Ortung zeigt, wo ein Fahrzeug gerade ist. Die Sendungsverfolgung zeigt, wie weit ein Auftrag gediehen ist. Bei einer Direktfahrt fallen beide Auskünfte praktisch zusammen; sobald ein Wagen mehrere Aufträge nacheinander fährt, ist allein der Status belastbar. Für eine verbindliche Terminauskunft ist deshalb immer die Statusmeldung die richtige Quelle.

Kann ich mein Fahrzeug live auf der Karte sehen?

Technisch ist das möglich, sofern das Fahrzeug entsprechend ausgerüstet ist und die Daten freigegeben sind. In einem Netzwerk aus vielen Transportpartnern gilt das nicht durchgängig. Was bei Ihrem Auftrag tatsächlich zur Verfügung steht, klären Sie am besten direkt bei der Buchung.

Wie genau ist die Ortung eines Fahrzeugs?

Unter freiem Himmel liegt die Abweichung im Bereich weniger Meter. In engen Straßenschluchten, Tunneln, Tiefgaragen und Hallen wird sie größer oder bricht ganz ab. Für die Frage, ob ein Wagen an der Rampe steht oder noch fährt, reicht die Genauigkeit in aller Regel.
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