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Seitenbeladung

Was ist eine Seitenbeladung?

Seitenbeladung bezeichnet das Be- und Entladen über die geöffnete Fahrzeugseite statt über das Heck. Möglich ist sie nur bei Aufbauten, deren Seitenwände sich öffnen oder wegschieben lassen. In der Praxis wird sie dort eingesetzt, wo lange Güter im Weg wären oder mehrere Paletten in einem Zug auf die Ladefläche sollen.

Die Ladung bestimmt die Beladungsrichtung

Die Beladungsrichtung wird selten gewählt, sie ergibt sich aus der Ladung. Daraus folgt unmittelbar die Fahrzeugwahl beim LKW-Transport: Seitlich beladen lassen sich Tautliner, Schiebeplanenaufbau und Pritsche, ein Kofferaufbau nicht.

Was die Ladestelle mitbringen muss: Platz neben dem Fahrzeug und ein Gerät, das seitlich heben kann. An einer Andockstelle steht die Fahrzeugseite zur Wand – Rampenzustellung und seitliches Verladen schließen sich dort gegenseitig aus. Diese Einschränkung fällt meist erst auf, wenn der LKW bereits steht.

Sechs Meter lange Aluminiumprofile an eine Baustelle

Ein Fensterbauer versendet sechs Meter lange Aluminiumprofile an eine Baustelle. Durch die Hecktür eines Kofferfahrzeugs bekommt man sie nicht hinein – nicht wegen des Gewichts, sondern weil im Laderaum kein Platz zum Drehen bleibt. Mit aufgeschobener Plane hebt der Stapler das Bündel in einem Zug quer auf die Ladefläche. An der Baustelle wiederholt sich das Bild: Abgeladen wird neben dem Fahrzeug, eine Andockstelle gibt es dort ohnehin nicht.

Seitenbeladung, Heckbeladung und Kranverladung

Der Regelfall bleibt die Heckbeladung über die Rückseite; von oben arbeitet die Kranverladung, etwa bei Maschinen, die kein Stapler mehr hebt. Tautliner und Schiebeplanenaufbau sind die Aufbauten, die den seitlichen Zugang überhaupt erst herstellen. Die Rampe ist kein Zubehör dazu, sondern ihr Gegenspieler. Und Flurförderzeug wie Hubwagen beschreiben das Gerät, nicht die Richtung: Ein Hubwagen hebt nicht seitlich auf die Ladefläche.

Häufige Fragen zum Thema Seitenbeladung

Wann ist eine Seitenbeladung nötig?

Wenn ein Packstück zu lang ist, um es im Laderaum zu drehen, oder wenn die Ware auf ihrer gesamten Länge gleichmäßig abgelegt werden soll. Auch fehlende Andockmöglichkeiten sprechen dafür: Ohne Rampe wird ohnehin vom Boden aus geladen, und dann führt der kürzere Weg über die Fahrzeugseite.

Welche Fahrzeuge lassen sich von der Seite beladen?

Planenaufbauten, bei denen sich die Seitenplane aufschieben lässt, offene Pritschen und Fahrzeuge mit seitlichen Schiebetüren. Geschlossene Kofferaufbauten und die meisten Kastenwagen bleiben außen vor. Bei der Anfrage genügt der Hinweis, dass seitlich verladen wird – die passende Fahrzeugklasse ergibt sich daraus. Maße und Gewicht allein reichen dafür nicht.

Geht Seitenbeladung auch an einer Rampe?

In der Regel nicht. An einer Andockstelle steht das Fahrzeug mit dem Heck am Tor, die Längsseite zur Gebäudewand – dort kommt kein Stapler heran. Wer seitlich verladen will, braucht eine Freifläche neben dem Fahrzeug und ein Hebegerät, das dort arbeiten kann.
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