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Entladestelle

Was ist eine Entladestelle?

Eine Entladestelle ist der Ort, an dem eine Sendung vom Fahrzeug abgeladen und übergeben wird. Gemeint ist der konkrete Übergabepunkt, etwa ein Wareneingang, eine Rampe oder ein Hallentor. Die Empfängeradresse ist das nicht zwingend: Große Werke, Baustellen und Messegelände nehmen Ware selten am Haupteingang an.

Welche Angaben die Disposition zur Entladestelle braucht

Ob es an der Entladestelle eine Rampe oder Andockstelle gibt, entscheidet über das Fahrzeug: Fehlt sie, muss vorab ein Fahrzeug mit Hebebühne gebucht sein. Außerdem braucht die Disposition die Nummer von Tor oder Rampe, einen Ansprechpartner vor Ort, die Annahmezeiten und die Auskunft, ob sich der Fahrer anmelden muss.

Der typische Fehler: Im Auftrag steht nur die Firmenadresse. Der Fahrer landet am falschen Tor, sucht den Wareneingang, und die im Preis enthaltene Entladezeit läuft ab. Jede weitere angefangene Stunde wird als Standgeld berechnet.

Kabelbäume ans Werkstor, Wareneingang am anderen Ende

Ein Zulieferer schickt Kabelbäume an ein Automobilwerk und nennt im Auftrag nur die Werksanschrift. An der Hauptpforte erfährt der Fahrer, dass Zulieferteile über einen Wareneingang am anderen Ende des Geländes laufen – mit eigener Einfahrtskontrolle und festen Slots. Der gebuchte Slot ist verstrichen, als er dort ankommt, der nächste freie liegt am Nachmittag. Hätten Tornummer und Ansprechpartner im Auftrag gestanden, wäre die Ware ohne Umweg ans Band gegangen.

Entladestelle, Ladestelle und Empfänger

Ihr Gegenstück ist die Ladestelle: Dort beginnt der Transport, an der Entladestelle endet er. Der Empfänger ist dagegen keine Stelle, sondern die Person oder Firma, für die die Ware bestimmt ist. Er kann sie auch an einen fremden Ort liefern lassen, etwa direkt auf die Baustelle eines Kunden. Rampe und Andockstelle bezeichnen die bauliche Einrichtung an der Entladestelle, nicht den Ort selbst. Das Zustellzeitfenster regelt das Wann der Übergabe, die Entladestelle das Wo.

Häufige Fragen zum Thema Entladestelle

Welche Angaben braucht die Spedition zur Entladestelle?

Entscheidend ist, dass der Fahrer den richtigen Übergabepunkt ohne Suche findet. Dazu gehören der Wareneingang oder die Tornummer, die Annahmezeiten samt Pausen, ein Kontakt, der die Ware quittiert, und ein Hinweis, ob vorher ein Slot gebucht werden muss. Bei Baustellen zählt außerdem die aktuelle Zufahrt, denn sie ändert sich mit dem Baufortschritt.

Was ist, wenn an der Entladestelle keine Rampe vorhanden ist?

Dann muss die Ware anders vom Fahrzeug auf den Boden kommen. Hat der Empfänger einen Stapler, nimmt er die Paletten seitlich oder am Heck ab. Ohne Stapler wird ein Fahrzeug mit Hebebühne gebucht, das die Ware bis auf Bodenhöhe absenkt. Die Leistung endet dann neben dem Fahrzeug – den Weg ins Gebäude organisiert der Empfänger selbst.

Kann ein Transport mehrere Entladestellen haben?

Ja, wenn Teile einer Sendung an verschiedene Orte gehen. Bei zipmend ist das im Kurierbereich möglich: Eine Direktfahrt steuert dann mehrere Zustelladressen nacheinander an, ohne dass zwischendurch umgeladen wird. Im LKW-Bereich hat jeder Auftrag genau eine Abhol- und eine Zustelladresse. Für eine zweite Entladestelle wird dort ein eigener Auftrag gebucht.
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