zipmend Express - Kurierdienst und Spedition
TÜV Süd
zipmend Mitarbeiterin am Telefon beim Kundensupport
Mo-Fr 7-20 Uhr:
zipmend Mitarbeiterin am Telefon beim Kundensupport

Lademeter

Was ist ein Lademeter?

Ein Lademeter, kurz LDM, ist ein Meter Ladefläche über die gesamte Breite des Laderaums. Bei einem Standard-Auflieger sind das 2,40 Meter Breite, ein Lademeter entspricht dort also 2,4 Quadratmetern Stellfläche. Die Größe beschreibt, wie viel Platz eine Ladung beansprucht – nicht, wie viel sie wiegt.

Warum nicht nach Gewicht gerechnet wird

Warum nicht einfach nach Gewicht? Weil ein LKW in aller Regel am Platz endet und nicht an der Tonnage. Eine leichte, voluminöse Ladung blockiert dieselbe Fläche wie eine schwere kompakte – deshalb ist der Lademeter die Größe, mit der beim Transportkosten berechnen gearbeitet wird.

Drei Angaben bestimmen ihn: die Grundfläche der Ware, ihre Stapelbarkeit und ein möglicher Überstand. Die Stapelbarkeit ist der Punkt, an dem im Alltag das meiste schiefgeht. Wer im Auftrag „nicht stapelbar“ angibt, obwohl die Ware es wäre, belegt die doppelte Fläche und bezahlt sie auch. Umgekehrt führt eine zu optimistische Angabe dazu, dass am Fahrzeug nicht zusammengeht, was zusammengehen sollte.

Zwei Aufträge mit 600 Kilogramm, zwei Flächenbedarfe

Zwei Aufträge aus derselben Woche, beide 600 Kilogramm schwer. Der eine besteht aus vier Paletten Dämmplatten: leicht, voluminös, nicht stapelbar – zusammen rund 1,6 Lademeter. Der andere ist eine einzelne Palette Drehteile für einen Maschinenbauer, kompakt und stapelfähig, und kommt auf 0,4 Lademeter. Gleiches Gewicht, viermal so viel Fläche. Wer beide Aufträge über die Tonnage vergleicht, versteht den Unterschied im Preis nicht.

Lademeter, Volumengewicht und Stellplatz

Das Volumengewicht löst dieselbe Frage anders: Es rechnet Volumen in ein fiktives Gewicht um und ist vor allem im Paket- und Luftfrachtbereich üblich, während im Straßengüterverkehr die Fläche gezählt wird. Der Stellplatz wiederum ist keine Rechengröße, sondern die konkrete Standfläche einer Palette im Fahrzeug.

Die Transportpalette ist die Einheit, aus der sich der Wert zusammensetzt, die Doppelstockverladung das Verfahren, das ihn halbiert, weil zwei Lagen übereinander stehen. In die Frachtkosten geht der Lademeter als einer von mehreren Faktoren ein. Wie daraus ein Preis wird, erklärt dieser Eintrag nicht – er liefert die Größe, mit der gerechnet wird.

Häufige Fragen zum Thema Lademeter

Wie viele Europaletten sind ein Lademeter?

Zweieinhalb. Eine Europalette belegt 0,4 Lademeter, und zwar unabhängig davon, ob sie längs oder quer steht: Längs gestellt passen drei nebeneinander auf 1,20 Meter Länge, quer gestellt zwei auf 0,80 Meter. Lässt sich die Ware stapeln, halbiert sich der Wert je Palette noch einmal.

Warum wird nach Lademetern und nicht nach Gewicht abgerechnet?

Weil der begrenzende Faktor meistens die Fläche ist. Ein Fahrzeug ist voll, lange bevor es sein zulässiges Gesamtgewicht erreicht – besonders bei sperriger, leichter Ware. Die beanspruchte Fläche bildet deshalb genauer ab, was ein Auftrag dem Fahrzeug wegnimmt, als es die Kilogrammzahl könnte.

Wie wirkt sich Stapelbarkeit auf die Lademeter aus?

Stapelfähige Ware teilt sich die Grundfläche: Stehen zwei Paletten übereinander, halbiert sich der Bedarf. Entscheidend sind Tragfähigkeit der unteren Lage, ebene Oberseite und Höhe im Laderaum. Die Angabe gehört in den Auftrag, denn sie lässt sich am Fahrzeug nicht nachträglich korrigieren.

Hilfe & Tools von zipmend Express

Verwandte Themen

© All rights reserved
cross